Aktuelles
"Neue Baumkontrolle nach SVProsenz" - Buchveröffentlichung
Bäume sind schwere, große und langlebige Gebilde. Sie sind der Schwerkraft, Stürmen und Zusatzlasten durch Laub, Früchte, Wasser, Schnee und Eis ausgesetzt. Sie können versagen und dabei beträchtlichen Schaden anrichten.
Im Umfeld von Menschen und Sachen (kommunale Standorte, Parks, …) regelt das ABGB 1319b die gesetzlichen Grundlagen.
Die Önorm L 1122 und der „Leitfaden Baumsicherheitsmanagement“ regeln den Ablauf, wie Baumkontrollen an verschiedenen Standorten durch zu führen sind.
Wie aber die Kontrolle des einzelnen Baumes durchgeführt wird, worauf dabei geachtet wird, das ist sehr unterschiedlich. Nicht selten bewertet ein Gutachter einen Baum mit „Fällung erforderlich“ ein andere mit „keine Maßnahme erforderlich“.
Wir sind aber in einem sicherheitsrelevanten Gebiet tätig. Unsere Begutachtungen müssen daher nachvollziehbar und reproduzierbar sein. Das ist zurzeit nicht ausreichend gegeben, wäre aber wichtig, um die Arbeit als „gutachterliche Tätigkeit“ bezeichnen zu können. Nur nach „Bauchgefühl“ die Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen einzuschätzen, ist keine gutachterliche Arbeit, da keine bewertbaren und reproduzierbaren Argumente vorhanden sind. Zusätzlich werden die Bäume nach „Bauchgefühl“ meist viel zu streng bewertet. Nicht erforderliche Kronenkappungen und Fällungen sind die Folge.
Mein Ansatz ist, mit der Erfahrung von 25 Jahren kritischer Baumkontrolle, ein Modell zu präsentieren, nach dem effiziente Baumkontrolle reproduzierbar möglich ist.
Ausgehend von der Tatsache, dass Bäume ein lastgesteuertes Wachstum haben, liegt der Fokus der Kontrolle auf der Reaktion, die der Baum an seiner Hülle zeigt. Liegen Defekte, die die Stand- und Bruchsicherheit beeinflussen vor, wächst der Baum dort lokal zu, bildet zu erst Zuwachsstreifen und dann Anbauten (Buckel, Rippen, …). Ist die Reparatur geglückt, verschwinden die Zuwachsstreifen und die Anbauten flachen ab, bis sie im Stamm integriert sind. Bleibt ein Problem bestehen, so bleiben auch die Reparaturen weiterhin sichtbar. Aber, ein Baum der sich repariert, der kann sein statisches Problem mitunter gut unter Kontrolle haben. Es liegt am Baumkontrollor, diese Zeichen korrekt zu lesen. Wie das gelingt, dafür werden Argumentationshilfen angeboten.
Bäume unterliegen vielen unterschiedlichen Einflüssen. Standort, Wasser- und Nährstoffangebot, Licht, Baumart, das Verhältnis zwischen Pathogen und Wirt, Vitalität und noch viel weitere Faktoren habe eine Auswirkung auf die Baumreaktion.
Zusätzlich haben wir es mit natürlichen Strukturen zu tun.
Daher war es herausfordernd zu entschlüsseln, was die jeweilige Baumrektion, bzw. die mitunter fehlende Baumreaktion bedeutet und wie sie gelesen und bewertet werden muss.
Weil die Thematik komplex ist, dürfen wir keinesfalls simple, monokausale Antworten erwarten. Baumkontrolle ist eine detektivische Arbeit, bei der alle verfügbaren Informationen gesammelt und sortiert werden müssen (Befunderhebung). Auf dem Fundamt des Befundes aufbauend müssen dann nachvollziehbare und reproduzierbaren Schlüsse gezogen werden (Gutachten). Nur wenn dieser Ablauf, erst den Befund erheben und daraus die gutachterlichen Schlüsse ziehen, bei jedem Baum eingehalten wird, kann effiziente, reproduzierbare Baumkontrolle umgesetzt werden.
Die Ergebnisse sind jetzt erstmals in Buchform verfügbar, mit dem Ziel sie weiter zu entwickeln um sie zu einer akzeptierten Methode reifen zu lassen.
Wer soll angesprochen werden:
Dieses Buch richtet sich an alle die Baumkontrolle durchführen. Er unterbreitet Vorschläge, wie Symptome, die Bäume an ihrer Hülle zeigen effizient gelesen werden können. Nachvollziehbar können potentielle Gefahrenbäume von augenscheinlich ungefährlichen Bäumen unterschieden werden. Durch Anwendung der Methode ergibt sich eine signifikante Kostenersparnis, da Bäume schnell und reproduzierbar eingeschätzt werden können.
Dieses Buch richtet sich an alle Baumhalter, da sie damit ein Regelwerk kennen lernen, mit dem die Arbeit der Kontrollore nachvollzogen werden kann. Diese Methode hilft Fehleinschätzungen und daraus resultierende Maßnahmen, also Kosten, zu vermeiden.
Dieses Buch richtet sich an alle angehenden Baumkontrollore, die darin Lerninhalte und einen Pfad für die Baumkontrolle finden.
Dieses Buch dient auch dem Erhalt alter großer Bäume im kommunalen Umfeld, indem er das Vertrauen in die biologische Konstruktion „Baum“ erhöht. So können wertvolle Bäume und ihre wichtigen Funktionen erhalten werden.
Bestellung: per Mail an vivien.mileder@svprosenz.at
Preis: € 80,- inkl. Ust.
2023: Unser Team wächst!
Sämi Prosenz, B.Sc. stellt seine Arbeitskraft SVProsenz & Novak GmbH zur Verfügung. Mit seinem abgeschlossenen Studium „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“ und der Ausbildung „FLL-zertifizierte Baumkontrolle“ bringt er viel Expertise für die Baumkontrolle mit.
Laurin Prosenz, kurz vor Abschluss des B.Sc. unterstützt ebenfalls seit Juli 2023 als FLL-Zertifizierter Baumkontrollor SVProsenz & Novak GmbH bei der Baumkontrolle.
DI Julia Machan, unterstützt ebenfalls als FLL-Zertifiziertere Baumkontrollorin seit 2023 SVProsenz & Novak GmbH bei der Baumkontrolle.
Wir feierten im Jahr 2022 25-jähriges Firmenjubiläum!!
Herr Prosenz und seine MitarbeiterInnen möchten sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken und wir hoffen weiterhin auf gute Kooperation.
Veränderungen im Team
Wir bedanken uns für die vielen Jahre die Katharina Schöck bei uns mitgearbeitet hat und wir wünschen ihr viel Glück auf ihrem weiteren Weg.
Die Funktion von Fr. Schöck wird Angelika Mileder übernehmen, die uns jetzt schon seit einigen Wochen unterstützt. Weiters stieß Sämi Prosenz Bsc als Baumkontrollor zu unserem Team.
Rechtsformänderung
Da die letzten Jahren bei uns durch Erfolg gekennzeichnet waren, haben wir uns dazu entschieden die Firma SVProsenz&Novak GesnbR in die Firma SVProsenz&Novak GmbH umzuwandeln.
Der Erhalt der Blutbuche in Innsbruck
Im Jahr 2022 wurde Herr Prosenz neben anderen Experten beauftragt, ein Stand- und Bruchsicherheitsgutachten an einer rund 120 Jahre alten Blutbuche vor dem Haus der Musik in Innsbruck durchzuführen. Drei Gutachter plädierten auf Fällung, ein Gutachter positionierte sich nicht eindeutig, nur das Gutachten von SVProsenz, das einzige nach der Methode des Zugversuchs, war klar für den Erhalt des Baumes. Nach Überzeugungsarbeit und längeren Gesprächen entschied sich die Stadt Innsbruck schlussendlich, stützend auf das Gutachten von SVProsenz den Baum nicht zu fällen.
Weitere Details können Sie in folgende ORF-Artikel nachlesen:
https://tirol.orf.at/stories/3146948/
https://tirol.orf.at/stories/3119032/
https://tirol.orf.at/stories/3147602/
"Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt"
Zitat von Conrad Amber
Erhalt alter Bäume
Hier finden Sie aufgelistet, die Bäume auf die wir ein besonderes Augenmerk gelegt haben, um ihr weiteres Bestehen zu unterstützen:
- Blutbuche in Innsbruck
- Platane im Schloss Tribuswinkel